Willkommen, Hallo im Vaterhaus

Liebe Freunde,


„Willkommen! Hallo, im Vaterhaus! Kinder kommt rein, ja, die Tür steht weit auf. Willkommen – Hallo, im Vaterhaus. Schön, dass du da bist, fühl dich wie zu Haus. Komm so wie du bist ins Vaterhaus. Was bringst du heut‘ mit ins Vaterhaus? Gottes Liebe ist hier, hell und warm. Der Vater wartet schon, nimmt dich in den Arm.“ (Daniel Kallauch)

Das ist der Text von einem Lied, das ich dieses Jahr neu mit den Kindern im KidsClub und Kindergarten gelernt habe und das wir auch bei einigen Familiengottesdiensten gesungen haben. Ein Lied, das mich in seiner bildlichen Sprache einfach anspricht, weil es auf den Punkt bringt, wie Gemeinde in meinen Augen sein sollte. Wie ein Vaterhaus, mit Gottes Liebe, hell und warm. Jemandem, der mich in den Arm nimmt und zu dem ich kommen kann, wie ich bin. Ein Ort, wo ich willkommen bin und das mit jeder Faser meines Lebens spüre.

An manchen Stellen durfte uns das in diesem Jahr gelingen, dass wir Menschen ermöglicht haben in dieses Haus einzuziehen und dort zu Gast zu sein oder sogar zu wohnen.

So hat mich in der Arbeit hier in Swakopmund dieses Jahr hauptsächlich beschäftigt, wie wir neue Kinder und Jugendliche erreichen und auch die Familien im Gemeindeleben integrieren. Im KidsClub sind manche Kinder neu dazugekommen und darüber auch neue Familien mit uns in Kontakt. Die neue Gruppe „Wilde Bande“ für die älteren Kinder hat sich bewährt und neue Kinder erreicht und mit unserem Müsli&Message-Gottesdienst haben wir tatsächlich die jungen Familien mit einem für sie passenden Gottesdienstformat erreichen dürfen.

Die Familiengottesdienste dagegen werden leider wenig von Familien besucht, bis auf einige paar, die regelmäßig kommen. Wenn, dann braucht es schon etwas besonderes, wie den Abschluss der Kinderbibelwoche, der dann richtig klasse war mit vielen Besuchern und vielen Kindern.
Darum sollen die Familiengottesdienste im kommenden Jahr bewusst auch mehr mit den verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen aus unserer Gemeinde gestaltet werden.
Nachfragen bei den Familien, warum diese Gottesdienste wenig besucht waren, ergaben, dass es für viele hier einfach der Zeitfaktor ist. Oft sind die Wochenenden mit Sportveranstaltungen der Kinder belegt, man reist weite Stecken zu Turnieren und ist dann einfach froh, wenn es mal einen Sonntag gibt, an dem man einfach ausruhen darf. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, regt mich zugleich aber wieder an zu fragen, wie Familien den Wert eines Gottesdienstes für sich entdecken können als Ort, an dem sie neue Kraft schöpfen und dass sie es nicht als zusätzlichen „Pflichttermin“ wahrnehmen.

Die Arbeit mit den Jugendlichen war in diesem Jahr von einem Auf und Ab geprägt. Zur Jahresmitte hatte sich der Jugendtreff auf vier bis sechs regelmäßige Teilnehmer verkleinert und verschiedene Versuche, die bisherigen Jugendlichen wieder neu zu erreichen (etwa mit einem offenen Angebot am Freitag Abend oder einem Jugendhauskreis) hatten auch wenig Erfolg. Seit einigen Monaten bete ich nun bewusst regelmäßig für ein Wachstum im Bereich der Jugendarbeit (die Arbeit mit den Kindern läuft gerade gut) und tatsächlich sind nun gegen Ende des Jahres Jugendliche wieder oder neu dazugekommen, was mich sehr freut. Zudem werde ich im kommenden Jahr die Kooperation mit der gegenüberliegenden High School ausbauen und dort eine Sport AG anbieten, um Beziehung zu neuen Jugendlichen zu knüpfen. Zeitgleich wird Antonia, die aktuelle Praktikantin, eine Kunst AG anbieten, ebenfalls mit dem Ziel neue Kontakte zu knüpfen und Brücken zu uns zu bauen.

So bin ich gespannt was Gott im Jahr 2018 im Bereich der Jugendlichen neu schenken wird.

Mit dem Kindergottesdienst wollen wir im neuen Jahr ebenfalls neue Wege gehen. Bislang fand er parallel zum Hauptgottesdienst statt, allerdings oft nur mit einer kleinen Zahl Kinder. Denn nur sehr wenige Eltern haben Interesse am normalen Hauptgottesdienst. So wollen wir im kommenden Jahr einmal ausprobieren, den Kindergottesdienst von 11 bis 12 Uhr zu machen. Dies bietet zum einen die Chance, dass Eltern ihre Kinder ohne schlechtes Gewissen schicken können und so eine Stunde Zeit und Ruhe hätten, zum anderen kann der Kindergottesdienst dann tatsächlich auch in der Kirche stattfinden und Kinder einen ganz anderen Bezug zu diesem Kirchengebäude bekommen.

Eine Veranstaltung, auf die ich mich 2018 sehr freue ist „Pro Christ“. Wir haben uns in der
Gemeindeleitung dazu entschieden dieses bewusst missionarisch ausgerichtet Veranstaltungsformat durchzuführen und wir beten, dass wir damit wirklich neue Menschen erreichen aber auch die bestehende Gemeinde in ihrem Glauben gestärkt wird. Wir wollen es nach Möglichkeit mit der „Stadtmission“, der anderen deutschsprachigen Gemeinde in Swakopmund, durchführen und sind gespannt, was Gott dadurch hier in seinen Gemeinden bewegen wird. Bitte betet mit für das Gelingen dieser Veranstaltung (vermutlich in der zweiten Jahreshälfte).
Viele weitere Einblicke in die Arbeit könnt ihr auch über unsere neu gestaltete Homepage (http://elcin-gelc.org/gemeinden/kueste/neuigkeiten) bekommen. Unter anderem Berichte über die Churchnight, die Kinderbibelwoche und ein Kindernachmittag zur Reformation.
Privat geht es unserer kleinen Familie hier gut und wir fühlen uns sehr wohl. Es sind neue Freundschaften entstanden und es ist schön, ein Büro zuhause zu haben und so vieles miterleben zu dürfen.Eure
Jürgen und Tatjana mit Marina

WORAN IHR DENKEN KÖNNT
Betet mit uns darum, dass die Veranstaltung „Pro Christ“ Menschen erreicht, die bislang wenig mit Glauben zu tun haben.
Betet mit darum, dass die Angebote an der Namib High School dazu beitragen, dass die Jugendarbeit wachsen darf.
Nach wie vor suchen wir nach ehrenamtlichen Mitarbeitern in den regelmäßigen Gruppen, damit diese auch nach uns gut weiterlaufen können. Hier wollen wir nicht aufhören für „Arbeiter im Weinberg“ zu beten und sind dankbar für Jugendliche, die sich bei einzelnen Projekten (Kinderfreizeit, Kinderbibelwoche) richtig toll eingebracht haben.

Natürlich beschäftigen uns auch zunehmend die Gedanken an unsere Zukunft in Deutschland. Es liegen nun noch etwa eineinhalb Jahre in Namibia vor uns – das heißt es steht nun zunehmend an, die Arbeit so aufzustellen, dass sie auch nach uns in guter Weise weitergehen kann. Zum anderen bedeutet es aber auch den Blick nach Deutschland zu werfen und zu durchdenken, was dort wohl zu uns passen wird. Im Mai 2018 wollen wir „Heimaturlaub“ machen und diese Zeit auch nutzen, um hier und dort Gespräche zu führen und zu sondieren, was Möglichkeiten sein können. Bitte betet mit darum, dass wir Klarheit über Gottes Wege für uns gewinnen können.